Zur Navigation springen Zum Inhalt springen

Im Jahre 1889 wurde die Verwaltung im damaligen Herzogtum Schleswig neu geordnet. Die aus dänischer Zeit stammende Gliederung in Trinten und Harden wurde von den preußischen Amtsbezirken abgelöst. Aus Teilen der Uggelharde bildeten sich die Amtsbezirke Oeversee und Sieverstedt.

Die konstituierende Sitzung des Amtsbezirks Oeversee fand am 20. Oktober 1889 in einer nicht näher bezeichneten Oeverseer Gaststätte statt. An ihr nahmen die Gemeindevorsteher der Gemeinden Oeversee, Frörup, Barderup, Jarplund, Munkwolstrup, Juhlschau und Tarp teil. Die von der Einwohnerzahl her größten Gemeinden im Amtsbezirk waren Frörup und Jarplund mit 313, bzw. 314 Einwohnern. Das Schlußlicht bildete Juhlschau mit gerade einmal 88 Einwohnern! Insgesamt wohnten im Amtsbezirk Oeversee 1.687 Einwohner.

Erster Amstvorsteher im Amtsbezirk Oeversee

Zum ersten Amtsvorsteher wurde der Privatier Carsten Samuel Wilhelm Bahr aus Bilschau ernannt.
Seine Amtszeit endete 1906. Seine Nachfolger sind unten aufgelistet.

Amtsvorsteher Amtsbezirk Oeversee
1889 - 1906 Carsten Samuel Wilhelm Bahr aus Bilschau
1906 - 1918 Hans-Heinrich Hüttmann aus Jarplund
1918 - 1933 Nicolaus Johannsen aus Munkwolstrup
1933 - 1939 Wilhelm Thomsen aus Sankelmark
1939 - 1949 Detlef Hensen aus Tarp
1949 - 1954 Heinrich Mau aus Tarp
1954 - 1955 Marquardsen aus Frörup
1955 - 1959 Ferdinand Scheel aus Jarplund
1959 - 1968 Johannes Petersen II aus Oeversee

Erster Amtsvorsteher im Amtsbezirk Sieverstedt

Dem Amtsblatt Nummer 48 vom 24. September 1889 der Königlichen Regierung zu Schleswig ist zu entnehmen, daß der Gemeindevorsteher Hans Erichsen aus Süderschmedeby zum ersten Amtsvorsteher des Amtsbezirks Sieverstedt ernannt wurde. Leider sind aus dem Amtsbezirk Sieverstedt kaum Unterlagen überliefert. Eine gesicherte Aussage über die weiteren Amtsinhaber kann daher nicht gemacht werden.

Gemäß Ausgabe 42 setzte sich der Amtsbezirk Sieverstedt aus den Gemeinden Keelbek, Sieverstedt, Süderschmedeby, Stenderup und dem Forstgutsbezirk Stenderup zusammen. Insgesamt wohnten hier 1054 Einwohner.

Das Amt Oeversee

Amtsgebäude Amt Oeversee

In den Jahren nach 1968 formierten sich die amtszugehörigen Gemeinden ebenfalls neu. Oeversee und Frörup fusionierten zur Gemeinde Oeversee. Sankelmark entstand aus der Vereinigung von Barderup, Sankelmark und Munkwolstrup, welches bereits früher die Orte Augaard und Juhlschau eingegliedert hatte. Aus der Zusammenlegung der Orte Süderschmedeby, Sieverstedt und Stenderup
(mit dem bereits eingemeindeten Ortsteil Poppholz) entstand das heutige Sieverstedt. Tarp bildete sich aus den Altgemeinden Tarp und Keelbek-Tornschau. 1974 schied die Gemeinde Jarplund aus dem Amtsverbund aus. Sie wurde als neue Gemeinde Jarplund-Weding in das Amt Handewitt eingegliedert. Der Amtssitz, der sich ursprünglich in Oeversee befand, wurde im gleichen Jahr nach Tarp verlegt. Im Jahr 1991 wurde das Dachgeschoss errichtet, um dem zusätzlichen Platzbedarf der Verwaltung und auch des Archivs zu decken. Nach einer umfassenden Renovierung und Farbneugestaltung in den Jahren 2006/2007 präsentiert sich das Amt in seiner heutigen Form.

Mit dem Zusammenschluß von Oeversee und Sankelmark zur neuen Gemeinde Oeversee am 01.03.2008 haben die nunmehr drei Gemeinden des Amtes zur aktuellen Konstellation gefunden. Das Amt hat heute eine Größe von 83,29 km² mit insgesamt 10.660 Einwohnern.

Amtsvorsteher im Amt Oeversee
1968 - 1986 Andreas Franzen aus Süderschmedeby
1986 - 1990 Ernst Steffensen aus Sieverstedt
1990 - 1994 Peter Erichsen aus Tarp
1994 - 2001 Werner Heydorn aus Oeversee
2001 Klaus Knoll aus Sieverstedt
2001 - 2003 Herbert Jensen aus Tarp
2003 - 2008 Uwe Ketelsen aus Sankelmark
2008 - 2013 Herbert Jensen aus Tarp
2013 - Ralf Bölck aus Oeversee

Nach oben