Der Einsatz von energiesparenden LEDs in der kommunalen Straßenbeleuchtung

Projektmanagerin Fr. Junge und Student Hr. Vasold

Die jährlich in Kommunen aufgewandten Kosten für Straßenbeleuchtung sind enorm und belasten die öffentlichen Haushalte stark. Eine Energieersparnis in diesem Bereich würde nicht nur die öffentlichen Kassen, sondern auch die Umwelt schonen. Das von uns angestrebte Projekt ist deutschlandweit einmalig.

Das Grundkonzept dieses Projekts soll im Rahmen einer Diplomarbeit entstehen. Die Arbeit soll den derzeitigen Stand der Technik beschreiben, die Einsatzmöglichkeiten von LEDs in Straßenlaternen prüfen, Anforderungen an die Teststrecken aufstellen sowie eine Projektstruktur aufzeigen. Anschließend soll die konkrete Durchführung des Projektes beschrieben werden. Bei positiven Ergebnissen ist die Einrichtung von vier Teststrecken (eine in jedem Amt) geplant.

Auszug aus dem Bericht des Flensburger Tageblatts vom 09.04.2008 von Peter Mai:

Als zukunftsweisendes und bisher noch nicht tiefgründig erforschtes Feld wird jetzt versucht, die Einsparmöglichkeiten bei Straßenbeleuchtungen zu erforschen. Das Zauberwort dafür heißt „LED“, Leuchtdioden im Sprachgebrauch. Bis zum September hat Robert Vasold nun Zeit, Antworten auf folgende Fragen zu finden: Ist der Stand der Technik der LEDs für den Einsatz in Straßenlaternen ausgereift, wie viel muss bei Umrüstungen investiert werden und wie viel Energie und Kosten können dadurch eingespart werden.

Als der Strom noch zum Preis von Peanuts zu erhalten war, wurden die Straßenbeleuchtungen allerorten mit ungezählten Glühlampen mit teilweise hoher Wattzahl aufgestellt. Als der Strompreis stieg, wurde die Energiezufuhr gedrosselt, gedimmt also, so dass es dunkler wurde – aber auch billiger. In den letzten Jahren werden die viel Energie fressenden Glühlampen gegen Energiesparlampen ausgetauscht. Alle diese Typen entwickeln neben der Helligkeit auch Wärme, die ungenutzt Geld kostet und nicht verwendet werden kann.

Die neueste Form der Lichtgewinnung baut auf die LEDs, (lichtemitierende Dioden). Diese neue Technik verbraucht weniger Strom, ist ausgesprochen wartungsarm und langlebig. In Deutschland gibt es bisher eine Teststrecke in Düsseldorf, nur ganz wenig weitere weltweit. Hier wollen Robert Vasold und Inga Junge angreifen, Vorreiter für den ländlichen Raum werden. Die Aufgaben für den Studenten, der im Herbst sein Diplom für „Energie- und Umweltmanagement“ erreichen wird, ist die genaue Analyse über Wirksamkeit und Nutzen der LED Technik. Nach seinen bisherigen Recherchen ist Vasold davon überzeugt, dass sich „das lohnt, die Frage ist nur, ob es sich jetzt schon lohnt“.

In etwa drei Monaten wird ein erstes Ergebnis vorliegen. „Ist dieses Erfolg versprechend,  werden wir in jedem der vier Ämter eine Teststrecke einrichten“, so Inga Junge über die weitere Planung. Im Rahmen eines Energiecontrollings wird genau Buch geführt über die Kosten der Umrüstung, über Verbrauchszahlen und über Wartungskosten.

Mit Spannung gehen beide an die Arbeit, denn dieses innovative Pilotprojekt ist bisher einmalig im ländlichen Raum. Sollte es erfolgreich sein, verspricht es für die Kommunen eine Kostenersparnis beim Geldfresser Straßenbeleuchtung. Dafür könnten dann sogar Fördergelder aus dem EU-Topf fließen, weiß Inga Junge. Als erstes hat sie das Projekt bei der Energieolympiade des Landes Schleswig-Holstein im Bereich „Vision“ angemeldet.